18.02.2024 13:54 Alter: 56 days
Kategorie: fb3, mathematik

Wie man mit Mathematik einen Oscar gewinnt

Schülerinnen und Schüler des Mathematik-Orientierungskurses der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) besuchen die Lange Nacht der Mathematik an der TU Darmstadt.


Selina Weil, Tim Egert und Alessandro Fraia beim Kreieren von verschiedenen Seifenblasenfiguren auf der langen Nacht der Mathematik der TU Darmstadt.


Dass Mathematik alles andere als langweilig ist, durften die Schülerinnen und Schüler des Mathematik-Orientierungkurses der 11. Klasse der ELS am 09.02.24 auf der langen Nacht der Mathematik erfahren, die der Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt nun schon zum zweiten Mal veranstaltete. In einem interessanten Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Stein ging es um Subdivisionsalgorithmen nach Chaikin, mit deren Hilfe man nach wenigen Schritten beliebige Vielecke oder auch Polygone durch runde Kurven annähern kann.

Nach dem Motto „Eckige Kurven sind gut, runde Kurven sind besser“ zeigte Prof. Dr. Stein, wie dieser Algorithmus zum Beispiel Anwendung in der Digitalen Geometrie findet, um Automodelle zunächst im Computer zu designen, aber auch bei der Programmierung von Computerspielen, in der man eine riesige Umwelt erkunden kann. Die Filmindustrie bedient sich ebenfalls dieser Technik, um im Computer Figuren von Animationsfilmen zu kreieren, die möglichst naturgetreu aussehen und sich bewegen. Die Firma Pixar gewann sogar 1998 einen Oscar mit dem Kurzfilm „Geri’s Game“, in dem mithilfe des Computers ein alter Mann animiert wird, der gegen sich selbst Schach spielt. Der erste große Blockbuster, der auf diese Technik zurückgreift, war der beliebte Animationsfilm „Toy Story“.

Anschließend besaßen die Schülerinnen und Schüler der ELS noch die Möglichkeit, eine Ausstellung mit mathematischen Kuriositäten zu besuchen. Neben pyramidenförmigen „Zauberwürfeln“, fraktalen Mustern und kombinatorischen Problemen waren die Schülerinnen und Schüler am meisten von den Seifenblasenfiguren begeistert, die durch Eintauchen von verschiedenen dreidimensionalen geometrischen Figuren entstanden. Daneben informierte der Fachbereich Mathematik auch über Studienmöglichkeiten an der TU Darmstadt.