Ernst-Ludwig-Preis des Vereins der "Freunde der ELS"


Seit dem Jahr 2000 zeichnet der "Verein der Freunde der ELS" Personen mit dem Ernst-Ludwig-Preis aus, die sich in besonderer Weise für die Schule engagiert haben. Bisher wurde der Preis verliehen an:

  • 2000: Corinna Balkow und Till Kuske
  • 2001: Günther Henseling
  • 2002: »Bibliotheksmütter«
  • 2003: Marcus Wagner
  • 2004: Armin Häfner
  • 2005: Eckhard Klanke
  • 2006: Almuth Esteban
  • 2007: Jasper Bittner
  • 2008: Nicht vergeben!
  • 2009: Nicht vergeben!
  • 2010: Herbert Pauschardt
  • 2011: Nicht vergeben!
  • 2012: Nicht vergeben!
  • 2013: Monika Strecker



Robert Garmeister: »Der Ernst-Ludwig-Preis«

Die erst im Schuljahr 1999/2000 geschaffene Auszeichnung wurde nicht ohne Grund nach Ernst-Ludwig benannt. Wer sich mit dem Leben und den Gedanken von Großherzog Ernst Ludwig beschäftigt, wird feststellen, dass er unabhängig von seiner Stellung als Regent, eine starke, geistig anregende und zukunftsorientierte Persönlichkeit gewesen ist.

„Wenn wir nicht führend mitgehen,“, sagte der Großherzog, „werden wir in den kommenden Jahren als veraltet und rückständig übergangen werden.“

Einem aufgeschlossenen, verantwortungsvollen Regenten obliege es deshalb, als erster sich mit neuen Problemen zu beschäftigen. Notfalls müsse er sogar abdanken, „wenn es mit ihm bergab geht, um den schnelleren Fortschritt nicht zu hindern.“

Es gelte, das alte Gute zu achten und von ihm zu lernen, aber nur nicht zu fest an Traditionen zu hängen.

Ernst Ludwig war eine vielseitige Persönlichkeit. Er selbst beschäftigte sich unter anderem mit neuen Bauformen aus Beton, Anfertigung von Möbeln aus Stahl, die Konstruktion von Maschinen, die billige Kleider auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten herstellen. Er ahnte entscheidende Veränderungen in der Landwirtschaft durch den Einzug der Chemie und Ökonomie in der Feldbestellung. Auf dem Gebiet der Elektrizität sah er „unendliche Aussichten“.

Er zeichnete, schrieb Gedichte in deutscher und englischer Sprache, wagte Kompositionsversuche, entwarf Theaterkulissen und Kostüme und beeinflusste maßgebend Inszenierungen der Darmstädter Opernbühne.

Seine Lebensmaxime und Visionen von dem, was dem Menschen dient, sind zeitlos gültig und hilfreich, auch für Pädagogen und Schüler, die heute gute Wege suchen müssen, um ihr Leben zu meistern.

Nach einem solchen Vorbild wollte der Verein der Freunde der ELS die Auszeichnung benennen. Ausdrücklich wurde uns das von Moritz Landgraf von Hessen, dem Adoptivenkel von Großherzog Ernst Ludwig, gestattet. Mit einem solchen Preis sehe er gerne den Namen seiner Familie verbunden.

Mit Verleihung dieses Preises wollte der Verein herausragende Leistungen zum Wohle der Schule würdigen. Es soll so auch das Bewusstsein in der Schulgemeinde geweckt werden, dass der persönliche Einsatz über das „Normale“ hinaus erkannt und auch anerkannt wird.

Es ist nämlich genau solches Engagement, welches die Arbeitsbedingungen in der Schule und das Miteinander verbessern. Dies will der Verein der Freunde fördern.

So kann auch jeder, der sich über die Maßen für die Ernst-Ludwig-Schule einsetzt in der Zukunft ein Preisträger werden. Die Schulgemeinde hat das Vorschlagsrecht. Potentielle Preisträger werden mit entsprechender Begründung dem Vorstand des Vereins der Freunde vorgeschlagen, welcher letztlich über die Vergabe entscheidet.

Im Schuljahr 1999/2000 hat der Verein dies zum ersten Mal getan und will jedes Jahr einen Ernst-Ludwig-Preis verleihen, wenn sich Preisträger finden, die den Anforderungen entsprechen.

Mit der Plakette, welche den Kopf Ernst Ludwigs zeigt, wird der Preisträger auch in Zukunft an seine Leistung erinnert, ebenso mit einer Urkunde.