25.03.2015 16:41 Alter: 6 yrs
Kategorie: Musik

Preisträgerkonzert »Jugend musiziert« an der ELS


Foto: Häfner

Ein spektakuläres Konzert fand am Dienstag, dem 17.03.2015, in der Mehrzweckhalle der Ernst-Ludwig-Schule statt. Acht Preisträger von »Jugend musiziert«, darunter sechs ELS-Schüler, begeisterten mit ihrem Können auf sehr hohem Niveau.
Die Schulleiterin, Brigitte Jung-Hengst, beglückwünschte die jungen Künstler und dankte den Instrumentallehrern sowie der Musikschule Bad Nauheim, bevor die erste Interpretin, Marie-Luise Eck, Gitarre (Lehrer: Konstantin Zobel), mit drei Werken aus dem 17. bis 20. Jahrhundert das Konzert versiert eröffnete. Besonders bemerkenswert ist die von ihr zu Gehör gebrachte Klangfarben-Vielfalt von metallisch harten bis zu zarten, weichen Tönen je nach Charakter des vorgetragenen Instrumentalstückes.
Nach Carolin Münster, Gitarre (Lehrer: Markus Paichrowski), die vier Vortragsstücke aus den gleichen Epochen spielte, in einfühlsamer, hochkonzentrierter Interpretation jeden einzelnen Klang zu einem Erlebnis gestaltete und die Zuhörer in ihren Bann ziehen konnte, trat das Duo Leonie Minor, Blockflöte (Lehrerin: Sabine Ambos), und Ben Gentemann, Cembalo/Piano (Lehrerin: Olga Borodina), auf. Die beiden Interpreten trugen vier Werke aus dem 17. und 20. Jahrhundert vor und fesselten das Publikum im exakten rhythmischen und interpretatorischen Zusammenspiel. Auf der Sopran-, Alt- und Tenorflöte demonstrierte Leonie Minor ihre instrumentale Versiertheit. Besonders im Solo-Vortrag (Altblockflöte) des Werkes „Artikulator I“ von Agnes Dorwarth verblüffte sie auf neuen Wegen des Blockflötenspiels, selbst begleitet von Körperbewegung, rhythmischer Sprachartikulation und Gesang, die überraschten Zuhörer.
Eine überwältigende Klangfülle entwickelten Viktoria Englert und Eveline Lunewski gemeinsam auf dem Klavier und E- Piano (Lehrerin: Julija Winnikova), sie führten über ihre Werkauswahl ins 19. und 20. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die rhythmisch exakte Abgestimmtheit des Zusammenspiels der beiden jungen Künstlerinnen sowie ihre technische Versiertheit, die in exakten Läufen und Cluster ähnlichen Klängen das Publikum mitriss.
Letzter Höhepunkt des Abends gipfelte im Vortrag des Duos Konrad Steinhauer, Klavier (Lehrer: Raffaele Mani), und Milan Drake, Violoncello (Lehrer: Jan Ickert). Beide bewiesen in ihrer Interpretation der vorgestellten Werke (Schostakowitsch, Schumann) und der technischen Umsetzung vom gehauchten, fast unhörbaren Piano bis zum kraftvollen, dynamischen Fortissimo ein Höchstmaß an künstlerischem Zusammenspiel und Niveau.

Mit lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum allen jungen Preisträgern für dieses qualitativ außerordentliche Konzert und wünschte für den Landeswettbewerb weiterhin besten Erfolg.

Felicitas Geyer