01.07.2024 17:55 Alter: 20 days
Kategorie: fb1, Musik

Seit einem Vierteljahrhundert spielt hier die Orchestermusik

Ernst-Ludwig-Schule feiert mit abwechslungsreichem Programm 25 Jahre Orchesterklasse in der Halle am Solgraben



Der Grundstein für die hervorragenden Leistungen der Ensembles wird an der Ernst-Ludwig-Schule bereits in der 5. Jahrgangsstufe gelegt. Innerhalb kürzester Zeit wachsen Schülerinnen und Schüler in der Orchesterklasse zu einer Gemeinschaft zusammen, die durch das gemeinsame Musizieren positiv geprägt wird.

„Von nichts kommt nichts“ - das lernen die Schülerinnen und Schüler der Orchesterklasse schnell. Hohe und intensive Übungszeiten mit dem Instrument führen nicht nur zu einer raschen musikalischen Weiterentwicklung, sondern auch zu einer besseren Konzentration und Ausdauer. „Wir lernen eigentlich alles, was wir brauchen, im Unterricht“, sagte Ida aus der 6a nach dem Konzert. Diese Aussage unterstreicht nicht nur die musikalischen Fortschritte, sondern auch die persönliche Entwicklung der Kinder. Die Auftritte vor einem großen Publikum stärken zudem ihr Selbstbewusstsein. Amy aus der 10a beschrieb ihre Gefühlslage nach dem Konzert so: „Ich war nervös, aber voller Vorfreude und danach richtig stolz.“   

Eröffnet wurde der Konzertabend durch die Bläser der Orchesterklasse 6a unter der Leitung von Clemens Duchardt. Die Darbietung des Klassikers „Stand by Me“ von Ben E. King stimmte die Zuschauer im Handumdrehen auf diesen besonderen Abend ein. Gleich danach folgte die Orchesterklasse 5a, geleitet von Claudia Drechsler und C. Duchardt. Sie überzeugte mit anspruchsvollen Stücken wie „Thunderbolt Peak“ von Timothy Johnson oder dem „Militärmarsch“ von Franz Schubert. Beeindruckend war die Leistung dieser jungen Musiker, die erst seit knapp einem Jahr in der Orchesterklasse sind und bereits ein solch hohes Niveau erreicht haben.

Ein besonderes Highlight war das Querflötenduett von Jana Clauswitz und Isabel Weinert. Mit ihrem „Duetto III“ von Carl Stamitz und Stücken aus „Die Moldau“ verzauberten sie das Publikum und entführten es in eine klangliche Traumwelt. Danach präsentierte die Orchesterklasse 6a, nun zusammen mit den Streichern, eine Reihe fetziger Tanzstücke, darunter „The Dance Club“ von Peter Kleine Schaars und „Summer Nights“ aus „Grease“. Ihre Darbietung von „Rock Around The Clock“ von Bill Haley ließ die Zuschauer begeistert mitwippen.

Das Mittelstufenorchester unter der bewährten Leitung von Drechsler und Duchardt zeigte sein Können mit kraftvollen und intensiven Interpretationen von „Wonder Woman“ und „The Phantom Of The Opera“. Die Big Band musste an diesem Abend krankheitsbedingt auf ihren Leiter, Andreas Pompe, verzichten. Die Musiker entschieden sich dafür, trotzdem aufzutreten und brachten mit Jazz-Klassikern wie „Birdland“ und „Moanin“ rhythmische Vielfalt ins Programm. Glanzlichter setzten dabei Anton Cramer von Laue an der Posaune, Daniel Weigandt am Bariton, Paula Birnkraut am Klavier und Theodor Jung sowie Amy Mank an der Trompete.

Den krönenden Abschluss bildete das große Ernst-Ludwig-Orchester, bestehend aus über 50 Musikern. Mit Werken wie dem „Bolero“ von Maurice Ravel, „Memory“ von Andrew Lloyd Webber und „Dánzon No. 2“ von Arturo Márquez zeigten die Musiker unter der Leitung von Drechsler und Duchardt ihr ganzes Können und begeisterten das Publikum, dessen tosender Applaus mit der fantastischen Zugabe des Stückes „Genesis“ belohnt wurde.   

Das Konzert feierte das 25-jährige Bestehen der Orchesterklasse und zeigte die exzellente musikalische Ausbildung an der Ernst-Ludwig-Schule sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Musikschule Bad Nauheim. Die Musiker und Ensembleleiter gestalteten einen unvergesslichen Abend, der ihr Engagement und ihre musikalische Vielfalt eindrucksvoll präsentierte.

Sandra Wolf