18.07.2022 21:39 Alter: 31 days

Drei Kolleginnen und ein Kollege verabschieden sich von der ELS


Viele Ehemalige, darunter auch zwei Amtsvorgänger von Schulleiterin Uta Stitterich – Brigitte Jung-Hengst und Armin Häfner – und Vertreter der schulischen Gremien ließen es sich nicht nehmen, bei der Verabschiedung von einer Reihe langjähriger Lehrkräfte der Ernst-Ludwig-Schule zugegen zu sein. Tülay Solakoglu (Versetzung nach Frankfurt), Marie-Luise Nebel, Eva Pfeiffer-Heidecke (beide Pensionierung) und Andreas Hilsbos (Schulleiter in Taiwan) werden nicht mehr an der ELS tätig sein.

Tülay Solakoglu, Vertreterin für die besonders korrekturintensiven Fächer Englisch und Französisch, kam nach ihrem Studium in Frankfurt und der Ausbildung am Studienseminar in Oberursel 2007 an die ELS. Seit 2015 wartete sie auf eine Versetzung in Wohnortnähe, was jetzt mit der Versetzung nach Frankfurt geklappt hat.


Die gebürtige Münchnerin Marie-Luise Nebel zog es zunächst zum Studium der Fächer Biologie und Chemie in den hohen Norden nach Kiel. Sie erwarb mit dem Fach Sport eine weitere Lehrbefähigung und gelangte auf Umwegen über verschiedene Schulen an die Ernst-Ludwig-Schule. Als Schulsportkoordinatorin gehörte sie zur erweiterten Schulleitung. Marie-Luise Nebel wurde geschätzt für anspruchsvollen Unterricht und immer klare Worte, bei Abiturprüfungen übernahm sie einen Großteil der Organisation. Schulleiterin Uta Stitterichs Charakterisierung von Marie-Luise Nebel: »Für sie gab es immer Lösungen, keine Probleme.«

Eva Pfeiffer-Heidecke studierte in Gießen die Fächer Deutsch und Geschichte Danach war sie in verschiedenen Institutionen als Lehrkraft mit einer teilweise unvorstellbar hohen Wochenstundenanzahl tätig und unterrichtete nach einer Fortbildung auch Deutsch als Zweitsprache 1992 begann sie ihren Dienst an der ELS. 2002 wurde sie zu Oberstudienrätin ernannt und war von 2006 bis 2009 ans Studienseminar Oberursel abgeordnet. Von 2006 bis 2010 hatte Eva Pfeiffer-Heidecke als Praktikumsbeauftragte einen Lehrauftrag an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, hätte dies gerne weitergeführt, doch war dies wegen einer schweren Erkrankung nicht möglich. Zurück an der ELS war sie seit 2013 für die Leitung des Fachbereichs I zuständig. Ihre Verdienste sind lang: Sie war Fachsprecherin, zuständig für Lesewettbewerbe, Mentorin, war Mitorganisatorin der 100-Jahr-Feier, verhalf dem OVAG-Literaturwettbewerb dazu, an der ELS eine Erfolgsgeschichte zu werden, organsierte Geschichtswettbewerbe und pädagogische Tage, entwickelte das Methodencurriculum weiter usw. Uta Stitterich bezeichnete Eva Pfeiffer-Heidecke als höchst engagiert – ihre Ideen und Projekte sind vielfach zur Tradition an der ELS geworden –, als ausgleichend und offen sowie in höchstem Maße korrekt. In ihren Klassen habe sie viel bewirkt.


Andreas Hilsbos, in Mainz geboren, studierte zunächst in Mainz die Fächer Biologie und Chemie. Bereits im Studium ließ sich mit dem ersten Auslandsaufenthalt im französischen Dijon erste Anzeichen von Fernweh erkennen, was fortan zum Programm werden sollte. 2002 kam Andreas Hilsbos an die ELS, die er 2007 wieder verließ, um den Auslandsschuldienst in Hongkong zu absolvieren. 2011 kehrte er an die ELS, wurde zum Oberstudienrat ernannt, bevor er erneut in den Auslandsschuldienst ins südkoreanische Seoul wechselte. Nach seiner erneuten Rückkehr an die ELS wurde er 2021 zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Nun wartet eine Schulleiterstelle in Taiwan auf Andreas Hilsbos. Uta Stitterich charakterisierte ihren Stellvertreter als fokussiert und zielstrebig. Der auch in der Schülerschaft sehr geschätzte Andreas Hilsbos habe es verstanden, die nötigen Entwicklungsschritte an der Schule in die Wege zu leiten und umzusetzen. Corona habe die Arbeit von allen überschattet, vieles habe neu erdacht werden müssen, so die Schulleiterin, Andreas Hilsbos habe geholfen, neue Wege zu finden. Die digitale Weiterentwicklung sei ihm ein Anliegen gewesen, der Einsatz des Schulportals und der iPad-Klasse sind unter seiner Federführung entstanden.


Von den Kollegen und Wegbegleitern gab es viele nette Worte und Geschenke, die viel Wertschätzung für die scheidenden Lehrkräfte zum Ausdruck brachten.