12.04.2022 10:53 Alter: 44 days

Mit Musik in den Frühling ... - Frühlingskonzert an der ELS mit vielen jungen Musikerinnen und Musikern


Es ist kaum zu glauben, aber nun endlich ist es wahr geworden: Ein großes Konzert mit vielen beteiligten Musikgruppen der ELS wurde am Montag, den 28.03.2022 veranstaltet, zu dem sehr viele Besucher kamen, um sich die intensiv und gut vorbereiteten Musikstücke aus unterschiedlichen Stilrichtungen anhören zu können.
Schwungvoll, fetzig, getragen, humorvoll, sehr intensiv im Klang, zart, durchsichtig und rhythmisch: Die ganze Farbpalette vielfältiger musikalischer Nuancen war zu hören und wurde voller Begeisterung auf einem hohen Niveau von den Musikerinnen und Musikern präsentiert.

Zur Konzerteröffnung präsentierte das Blechbläserensemble der ELS „Celestial Whispers“ in einem Arrangement von Luca Winget, welcher im Rahmen einer fachpraktischen Prüfung das für zehn Blechbläser arrangierte Werk und Euphoniumsolo selbst erarbeitet hat. Es war ihm ein besonderes Anliegen, etwas für das Ensemble der ELS zu schreiben, da er zu den Gründungsmitgliedern dieser Besetzung gehört und diese ihm über die Jahre ans Herz gewachsen ist. Das Stück wurde von ihm solistisch sehr gefühlvoll und technisch souverän auf dem Euphonium vorgetragen. Luca Winget sagt: „Meine Intention war es, ein Arrangement zu schaffen, das den Zuhörern im Ohr bleibt.“, was ihm sehr gut gelungen ist.

Anschließend begrüßte die Orchesterklasse 6a die Besucher passend zum sonnigen Wetter bei bester Laune mit Vivaldis Frühling. Mit bekannten Melodien, unter anderem von Schumann und Rossini sowie Elgar's „Land of Hope and Glory“, zeigten die Schülerinnen und Schüler ihre große Spielfreude, die sie nach langer Zeit endlich wieder ihren Eltern präsentieren konnten. Der „Cancan“ von Offenbach entführte die Zuhörer tänzerisch zu Orpheus in die Unterwelt.
Mit den ausgewählten Stücken entstand eine durchweg positive Stimmung, die in diesen Zeiten Zuversicht und Optimismus ausstrahlte.

Das Mittelstufenorchester spielte sich von dem Radetzky-Marsch mit seiner beschwingten Melodik und Rhythmik bis zu dem kultigen Rock-Klassiker von Deep Purple „Smoke on the water“, der alle begeisterte, in die Herzen der Zuhörer. Farbenreich, mit einem ausgewogenen Klangbild und rhythmisch prägnant wurden auch interessante Akzente gesetzt, die neue Klangwelten eröffnen. Die gemeinsame Arbeit von Claudia Drechsler und Clemens Duchardt beweist erneut, wie niveauvoll musiziert wird, wenn durchgehend geprobt werden kann.

Die Bigband der ELS unter der Leitung von Andreas Pompe legte einen gelungenen und furiosen Auftritt mit den circa 15 Musikerinnen und Musikern hin. Die sechs verschiedenen Titel zeigten, wie vielfältig Popularmusik ist und schon mit dem ersten Hit „Gonna fly now“ wurde dynamisch differenziert und rhythmisch packend eine coole Stimmung vermittelt. Die anderen Stücke präsentierten die Musiker in musikalisch variationsreicher Form. Sehr einfühlsam wurde der Klassiker „Summertime“ mit dem Trompetensolo gespielt. Stevie Wonders Hit „Don´t you worry ´bout a thing“ wurde klanglich super und mit viel Begeisterung vorgetragen.



Den Abschluss des gelungenen Konzerts stellte das große Orchester der Ernst-Ludwig-Schule dar.
Das Orchester fuhr Ende November vier Tage zur Musikakademie Weikersheim, wo es in den stilvollen Räumen des Schlosses fleißig das Repertoire für das Weihnachtskonzert einstudierte.
Da dieses leider abgesagt werden musste, konnten die Schülerinnen und Schüler nun beim Frühlingskonzert ihre Leistungen präsentieren.
Das Orchester befand sich unter der Leitung von Clemens Duchardt (Bläser, Schlagzeuger) und Claudia Drechsler (Streicher) in Topform.
Zuerst spielten sie das fröhliche Arrangement "Snowday" von Alan Stein stimmungsvoll mit vielen Glöckchen und Glockenspiel.
Anschließend präsentierte das Orchester die berühmten Melodien aus dem Film "Der Pate". Es folgte das musikalisch und technisch höchst anspruchsvolle "Winter Night" von Frederick Delius. Mit glockenreiner Intonation und strahlendem Klang meisterten die Musikerinnen und Musiker die schwierigen Passagen. Die Streicher bezauberten mit blitzsauberer Intonation in den hohen Lagen. Das Niveau geht weit über das eines Schulorchesters hinaus.
Mit einem sehr verdienten langen Applaus bedankte sich das Publikum für den gebotenen Musikgenuss, sicher verbunden mit dem Wunsch, dass die Konzerte nun wieder regelmäßig stattfinden können.

Neben den zahlreichen Ensembles traten verschiedene Solisten hervor, die ihr musikalisches und technisches Können sehr gut zeigen konnten und die Vielfalt der Instrumente in anschaulicher Form präsentierten:

„Celestial Whispers for Matonizz“: Luca Winget (Euphonium)
„Gonna Fly Now“: Theo Jung (Trompete) und Frederick Hamann (Tenorsax)
„Faith“: Uta Stitterich (Altsaxophon) und Anton Gorgas (Trompete)
„Buckjump“: Marius Herok (Posaune)
„Summertime“: Amy Mank (Trompete) und Frederick Hamann (Tenorsax)
„Don't You Worry ‘Bout A Thing“: Anton Gorgas (Trompete)
„Everybody Needs Somebody To Love“: Uta Stitterich (Altsaxophon)
„The Godfather“: Anisia Dubiela (Trompete)
„Winter Night“: Charlotte Benner (Piccoloflöte)


Als Zugabe spielte das Orchester „Viva la Vida" und entließ das Publikum gut gelaunt in den Abend.

Dorothee Hildebrand