11.07.2021 16:40 Alter: 13 days
Kategorie: fb3

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz an der ELS


ELS, 21.6.21, 18.25 Ortszeit: Ein großes Tankfahrzeug mit 4800 l Wasser fährt auf den Schulhof, flankiert von zwei weiteren Feuerwehrautos. Die versierte Fahrerin startet bei den Tischtennisplätzen ein schwierigeres Wendemanöver und kommt mit der Rückseite des Fahrzeugs einige Meter später zum Stehen.

Aus allen Fahrzeugen strömen auf einmal jede Menge junge Leute, die sich sofort an die Arbeit machen: Da werden große farbige Schläuche entrollt, angeschlossen, über den Zaun gebracht und dort nochmals verlinkt. Nur wenige Minuten später stehen jeweils zwei Feuerwehranwärter*innen in voller Montur hintereinander, den Schlauch über die Schultern gelegt, bereit für das Kommando „Wasser marsch!!“.

Schon ergießen sich über den Teich des Schulbiotops reiche Wasserfontänen, die durch die Abendsonne in den schönsten Regenbogenfarben schillern. Der Druck auf den Wasserdüsen ist absichtlich auf wenige bar eingestellt, um die Pflanzen- und Tierwelt des Biotops zu schonen. „Das geht auch ganz anders!“, erklärt Levin, 15 Jahre alt, der schon länger bei der Freiwilligen Jugendfeuerwehr dabei ist. Während der Teich sich langsam füllt, erzählt er von der Ausbildung im Verein und von spannenden Übungen und Einsätzen. „Das Coolste waren die Löschübungen am Tag der offenen Tür, da wurde ein extra dafür gebautes Kunsthaus abgefackelt!“ Die routinierte Gruppenleiterin Frau Zimmer behält währenddessen den Überblick und freut sich, dass hier auch der junge Nachwuchs mal „Einsatzluft“ schnuppern kann. Der Abschluss gestaltet sich genauso souverän wie der Beginn der Rettungsaktion. Vorher taucht noch Herr Wilde auf, der Wehrmeister, der diesen Einsatz ermöglicht hat. Interessiert stellt er fest, dass ein Teich dieser Größe locker 4800 Liter Wasser schlucken kann. Warum aber war diese nasse Unterstützung überhaupt nötig?


Die enormen Hitzetage hatten dem Schulteich mit der Zeit doch zugesetzt, er drohte trocken zu fallen. Das wäre für die neu eingesetzten Seerosen und viele weitere Wasserpflanzen und -tiere ein trauriges Ende gewesen. Der eigentliche Wasserzulauf, den die Schulbiotop-AG in solchen Fällen sonst immer nutzen konnte, ist im Zuge der Bauarbeiten des Wetteraukreises auf dem Schulgelände leider ohne vorherige Information zugeschüttet worden. Eine neue Zuleitung ist dringend nötig, aber noch nicht installiert. Auf Anfrage von Frau Vogel hat sich die Freiwillige Feuerwehr als Retter in der Not für das Herzstück der Schulbiotop-AG erwiesen! Das nächste Schuljahr kann also kommen, aber Daumen drücken ist angesagt, denn Coronaeinschränkungen verderben den AG-Spaß…

Susanne Vogel